Tradition - Gasthof Gosauschmied
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Tradition

GESCHICHTE & GESCHICHTEN

Nicht um die Asche zu bewahren,
sondern ums Feuer am Lodern zu halten.

320 Jahre 1697 -2017

Es sind nicht die Winterauers, nicht die Tiefenbachers oder die Pombergers, die die Geschichte dieses Hauses geschrieben haben. Wer auf eine 300jährige Tradition zurückblicken kann und dazu auch die verwandtschaftlichen Verflechtungen dieser Familie in Gosau, Bad Goisern ja bis nach Schladming und weiter verfolgt, muss erkennen, dass dieses Haus sehr eng mit der österreichischen Geschichte und den historischen Bedingungen des Salzkammergutes verbunden ist. Die Spuren der jeweiligen Besitzer sind noch recht deutlich zu erkennen; – Anordnung und Größe der 3 Einzelgebäude entsprechen exakt dem Sprung durch 3 Jahrhunderte und sind somit ein Spiegel der Ereignisse und Generationen.

 

Der Gasthof Gosauschmied ist somit ein Teil österreichischer Geschichte, eine Institution gewissermaßen, an der Wirtsgenerationen, Kaiser, Könige und Gäste, vor allem aber die Gosauer selbst Anteil haben. Im ehemaligen Kaiserzimmer residiert heute die Seniorchefin des Hauses, doch auch dies entspricht ganz, ist es doch die beständige Vorsetzung liebenswerter Arroganz gegenüber Obrigkeiten und deren Institutionen, die den erfolgreichen Eigensinn der Besitzer bis heute prägt.

Ein 300jähriges Bestandsjubiläum zu feiern, mag angesichts derzeit herrschender wirtschaftlicher und touristischer Krisen als geradezu verfroren gelten. Im Hinblick auf den Ideenreichtum und die Kreativität des Wirtes, die festen Zügel der Wirtin, die Zuverlässigkeit der Mitarbeiter, und den Liebreiz der Wirtstöchter schein aber die Zukunft auch für die nächsten 300 Jahre gesichert zu sein.

 

Liebe Gosauer, Gäste und Freunde des Hauses

Vor 300 Jahren entstand aus der „ Schmiede am Strubbichl“ in einer Bauzeit von ca. 5 Jahren (1692 – 1697) der Gasthof Gosauschmied. Als sozusagen letzte Station vor dem beschwerlichen Aufstieg zu einem der schönsten Naturdenkmäler Österreichs – dem Gosausee, beherbergte dieses Haus von Anbeginn ungezählte Gäste aus aller Herren Länder. Unsere Familienchronik reicht zurück bis in das Jahr 1665, als unter der Ischler Herrschaft Wildenstein die Schmiedewerkstätte eingerichtet wurde. Schmiedemeister dieser ersten Jahre betreuten neben dem Feuer Ihrer Essen auch anreisende Gäste, die den damals noch äußerst beschwerlichen Weg nach Gosau wagten. Die Verwandtschaftsverhältnisse der „Schmiedwirte und Wirtinnen“ sind eng mit zahlreichen Häusern des Gosautals verbunden. Maurer, Jågler, Veit, Bäcken, Renner, Rennerbåd und viele mehr, sind heute noch bestehende Häuser, deren Töchter und Söhne im Laufe der Jahrhunderte in das traditionsreiche Haus eingeheiratet haben. Den ersten gravierenden Einschnitt in die Zukunft des Hauses unternahm im Jahre 1869 der damalige Besitzer Josef Pomberger, als er zum Gegenwert einer Kuh die gesamten Fischereirechte vom hinteren Gosausee bis zur Gosaumühle am Hallstättersee an das Forstamt verkaufte.

 

Kurz darauf erscheint unsere Goiserer „Verwandschaft“ in den Räumlichkeiten des Gosauschmieds. Der Name Tiefenbacher steht nicht nur für eine wortgewaltige Dynastie im Gosauer Hintertal, sonder auch als Begründer des Gosauer Fremdenverkehrs. Zur Jahrhundertwende, und mit den alljährlichen Kuraufenthalten des österreichischen Kaiser Franz Josef – Gott hab in selig – herrschte auch in Gosau touristische Aufbruchstimmung, die von der Familie Tiefenbacher aufgegriffen wurde.

 

1907 errichteten Franz und Katharina Tiefenbacher den heute noch bestehenden Fachwerskbau, den Haupttrakt unseres Hauses. Das erste Haus im Salzkammergut mit Fließwasser, wurde bald darauf auch zum gern genutzten Aufenthaltsort Kaiser Franz Josefs, der sich hier von seinen anstrengenden Gamsjagden zu erholen pflegte. Vom Erfolg verwöhnt schritt das Ehepaar Tiefenbacher sogleich zu neuen Taten und errichtete 1924 den hinteren Hotelzubau, ein neues Stallgebäude, eine Kegelbahn, eine Busgarage (der heutige Hoteltrakt) sowie eine Restauration am Gosausse den heutigen Gasthof. Mit viel Weitblick und touristischem Gespür wurde zusätzlich eine Buslinie zum Bahnhof in Steeg-Gosau, eine Tankstelle, ein Fuhrunternehmen und eine Poststation im Hause eingerichtet. Diese erste Poststelle, auch gerne als „Postkammerl“ bezeichnet war über lange Jahre die Wirkungsstätte des Toff´n Sepp der hier als 1. Postmeister seines Amtes waltete. Zu den damalig angestellten Chauffeuren gehörten unter anderen Sommerer Leo, Bastika Ehrenfried und Josef Winterauer, der Bruder von Wilhelm Winterauers.

 

Zu dieser Zeit erlebte der Gosauschmied einen nie geahnten Aufschwung, der mit der Machtübernahme Hitlers ein jähes Ende finden sollte. Die Konfiszierung der Buskonzession 1939, inklusive sämtlicher Fahrzeuge der Poststation und auch die Vergabe des Wirtsgeschäftes an diverse Pächter machten nach 1945 aus dem einstmals stolzen Gasthof einen hoch verschuldeten Hotelbetrieb.

 

Franz und Katharina Tiefenbacher, leider kinderlos geblieben, adoptierten noch vor dem Kriege Wilhelm und Augustine Winterauer aus der Eher der Schwester Katharinas, Josefa mit dem Goiserer Konrad Winterauer. Nach 1945 lag das Schicksal des Hauses somit in den Händen der Familie Winterauer. 1953 übernahmen Wilhelm und Emma Winterauer geb. Laserer den Gasthof. Der Neubeginn nach dem Kriege gestaltete sich schwierig, doch mit viel Idealismus wurde der ganze Betrieb saniert die Gaststube und der Saal umgebaut, und moderne Küchengeräte angeschafft. 1957 entstand aus der ehemaligen Knechtstube und Schmiede ein Barbetrieb, der 1969 zur ersten Diskothek Oberösterreichs wurde. In den darauffolgenden Jahren wandelte sich die ehemalige Busgarage zum heutigen Hotelkomplex mit angeschlossenem Kaffeehaus.

 

Der neuerliche touristische Aufschwung in den 60er und 70er Jahren ließ viele Sogen vergessen, so dass man frohen Mutes und mit zahlreichen Nachwuchs gesegnet in die Zukunft blicken konnte. Die Schwester unseres Vaters, Augustine Winterauer (See Gusti) ehelichte Ehrenfried Vierthaler und erhielt aus der Tiefenbacher – Dynastie die ehemalige Restauration am Gosausee.

 

Seit 1984 ist es an mir und meiner Frau Gerti, die Geschichte des Hauses zu lenken. Mit Umbauten und Renovierungen im Jugendgästehaus schufen wir ein sicheres Standbein für den weiteren Verlauf unserer gastronomischen Aktivitäten. Als touristische Notwendigkeit, aber auch um das Angebot des Hauses zu verbessern, gingen wir 1987 daran, unsere Freizeitanlagen systematisch auszubauen. Tennisplatz, eine Eisbahn, Schwimmbad, ein Kinderspielplatz und unsere Pit – Pat Anlage bereichern seither den Aufenthalt unserer Gäste, aber auch das Freizeitangebot für die Gosauer Bevölkerung.

 

Seit 1989 findet uns der Gast auch im Skigebiet Dachstein West, denn mit der Errichtung unserer Schirmbar im Bereich der Hornspitzlifte schufen wir einen beliebten Treffpunkt für das skibegeisterte Publikum. Die Einrichtung unseres Wintergartens und der Ausbau unserer Saunalandschaft 1993 bilden den vorläufigen Abschluss der baulichen Maßnahmen in unserem Hause. Mein größter Traum, – die hauseigene Brauerei wird noch etwas warten müssen. Ein anderer Traum, die Rückeroberung unser Fischwässer wurde mit der Pacht des hinteren Gosausees zu einem kleinen Teil schon Wirklichkeit.

 

Abschließend ergeht mein Dank nicht nur an meine Mutter und meine Schwester, die nach wie vor im Betrieb helfen, sondern auch an alle Mitarbeiter des Hauses die uns seit vielen Jahren die Treue halten. Ein Dank auch an alle Gäste und Freunde des Hauses, ohne deren Vertrauen in Küche, Keller und Biergeschmack, jedes Wirtshaus zu Grunde gehen würde.

2010 bauten wir unsere Bar um

November 2011 haben wir den Betrieb an unsere Tochter Anna übergeben.

Meine Mutter und mein Vater helfen nach wie vor noch tatkräftig im Betrieb mit.

Auch meine ältere Schwester Alexandra, die gute Seele der Rezeption unterstützt mich in allen Lagen.

2012  – 2017 begannen wir unser Haus zu sanieren. Zuerst die Fassade mit Wärmedämmung, neue Fenster, anschließend wurde der Eingangsbereich sowie die Rezeption und der Schankbereich erneuert.  Auch unsere Terrasse erstrahlt in neuen Glanze.

Dann begannen wir nach und nach unsere Bäder zu erneuern. Wo die letzten im Mai 2017 fertig gestellt wurden.

2015 ein wichtiges Jahr der nächste Wirt hat das Licht der Welt erblickt. Jonas Winterauer

Anschließend planen wir nach und nach unsere Zimmer neu einzurichten. Danach folgt eine Generalsanierung unseres Jugendgästehauses.

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